Die neue Geschäftsführerin der Evangelischen Bahnhofsmission Fürth, Frau Saskia Madokpon, wird am Sonntag, 18.01.2026, um 10 Uhr, in St. Michael im Rahmen eines Gottesdienstes in ihre neuen Aufgaben eingesegnet.
Hierzu laden wir herzlich ein.
Grüß Gott, ich bin die Neue!
Wenn Sie diesen Artikel lesen habe ich meinen Dienst in der Bahnhofsmission Fürth bereits vor wenigen Wochen angetreten. Sicher fragen Sie sich jetzt: Welche Neue? Ich löse Herrn Brem als Geschäftsführer ab, der sich im Januar in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen: Mein Name ist Saskia Madokpon, 48 Jahre alt und von Beruf Diplom-Pädagogin. Mein beruflicher Weg führte mich nach meinem Studium zunächst zur Arbeiterwohlfahrt Bamberg in ein Soziotherapeutisches Wohnheim für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen. Nach einigen Jahren folgte der Wechsel zur Lebenshilfe Erlangen-Höchstadt e.V., wo ich Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen begleitete. Ich war dort als Fachdienst, Wohnheimleitung und später als übergreifende Bereichsleitung Wohnen und Leben tätig.
Zu meinem Aufgabengebiet gehörten 4 Wohnheime, das Ambulant Unterstützte Wohnen, die Förderstätte sowie die Tagesstätte für Seniorinnen und Senioren mit geistiger Beeinträchti-gung. Nach insgesamt 16 Jahren dort war es für mich an der Zeit für eine berufliche Neuorientierung.
Warum also jetzt die Bahnhofsmission? Meine Arbeitsweise und meine persönliche Zufriedenheit leben vom Kontakt mit den Klienten sowie vom täglichen Austausch mit meinem Team. Beides war in meiner letzten Position aufgrund der Betriebsgröße nicht mehr umsetzbar. Nur so ist jedoch in meinen Augen eine sinnstiftende Zusammenarbeit und eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung, sowohl hinsichtlich der Lebenssituation der Klienten wie auch der Einrichtung als Ganzes, möglich. Hinzu kommt, dass mein Herz für die Stadt Fürth und ihre Menschen schlägt.
In den Wochen vor meinem Stellenantritt kam es immer wieder vor, dass mich alteingesessene Fürtherinnen und Fürther, auch aus Kirchengemeinden, mit großen Augen anschauten und fragten: „Fürth hat eine Bahnhofsmission??“. Die Kolleginnen und Kollegen leisten vor Ort tagtäglich großartige Arbeit und dies sollte seitens der Öffentlichkeit auch wahrgenommen werden. Daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt, die Bahnhofsmission zu einer zwar kleinen, aber präsenten Größe im Stadtbild zu machen.
Ich freue mich auf die damit verbundenen kommenden Aufgaben und die daraus entstehenden Herausforderungen. Und ich wünsche uns, dass die Antwort auf die Frage nach der Einrichtung in naher Zukunft lautet: „Bahnhofsmission? Klar, kenne ich!“
Mögen wir uns die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gesundes Jahr 2026.
Bleiben Sie uns gewogen,
Ihre
Saskia Madokpon
